19.10.09, 20:00, Institut Français de Cologne

Doppelkonzert

*Mederic Collignon (trumpet) - Sylvain Luc (guitar)

*Sebastian Sternal (piano) - David Fettmann (sax)

           

Der „durchgedrehte“ Bilderstürmer und eklektische Poet (kommt er doch wie Rimbaud aus Charleville-Mézières) Médéric Collignon hat lange gesucht, bevor er auf sein ideales Instrument gestoßen ist: das Taschenkornett. Aber er spielt nicht nur damit, sondern überhaupt mit allem, was ihm unterkommt: Gegenstände aller Art, seine Stimme, sein eigener Körper und gelegentlich auch unserer. Neben ihm wirkt Sylvain Luc mit seiner Godin-Gitarre fast brav, wären da nicht die flinken Finger, die wie Faune in den Saiten tanzen. Die beiden kennen sich: Sie spielen einfach fürs Leben gern. Improvisatoren aus Instinkt und Liebe zum Augenblick, sind sie unfähig, sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben. Zu genau fühlen sie: Das Leben beginnt jenseits der Grenzen. Eine kompromisslose, zuweilen auch irritierende Begegnung zweier Extrem-Musiker, die gern vergessen, was sich gehört. Aber, würden sie in trauter Eintracht sagen, was sich gehört, hat man doch alles schon gehört...(Ankündigung eines Konzerts der Jazz Passagen in Offenburg)

 

Sebastian Sternal gehört zu den sog. Senkrechtstartern der jungen Kölner Szene. Er ist nicht nur Pianist, sondern Komponist und Filmmusiker wie auch Leiter von Ensembles. Seine feinsinnige, virtuose und vielseitige Erfindungskraft am Klavier hat dazu geführt, dass er vor 2 Jahren den WDR Jazzpreis gewann.

Vor zwei Jahren war er für ein Jahr in Paris, um am Konservatorium Komposition zu studieren. Viele Kollegen und Partner lernte er dort kennen, unter anderem den Saxophonisten David Fettmann, mit dem er nun ein Duo präsentiert.